Mein erster Oldtimer war/ist dieses schwedische Militärfahrrad mit der Bezeichnung M/42.
Gebaut wurde es als dritte Generation der Militärfahrräder 1944 von Husqvarna für das schwedische Militär.
Dort wurde es in den 60er Jahren zusammen mit fast allen Militärrädern ausgemustert. Die darauf folgenden 50 Jahre sind im verborgenen geblieben, allerdings muss es 2014 an einen Händler gekommen sein, von dem mein Onkel es mit zwei weiteren Militärrädern aus Schweden nach Deutschland geholt hat.
Es verfügt über eine Trommelbremse mit innenliegendem Bremszug, Bosch-Beleuchtung und eine angeschweißte Werkzeugkiste am Gepäckträger.
Das Gesamtgewicht liegt bei rund 30 kg, trotzdem ist es für den trainierten Fahrer ein wundervolles Alltagsfahrrad. Bei mir läuft es fast täglich und dass seit Anfang 2015 so gut wie problemlos.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Dieses Neckermann-Fahrrad kaufte ich im Frühjahr 2016 als "Marke unbekannt" für kleines Geld in einem kleinen Ort im Taunus.
Nach langer Recherche stellte sich dann heraus, dass es sich um ein überlackiertes Neckermann-Herrenrad von 1956 handelt.
Das Rad bekam neue Reifen, einen neuen Bremsgummi für die Stempelbremse, einen neuen Sattel, Kettenblech und nicht zuletzt auch einen Gepäckträger, mit dem ich noch nicht so wirklich zufrieden bin.
Sämtliche Chromteile wurden von Silberfarbe gereinigt, an den Felgen arbeite ich hin und wieder immer noch. Vorsichtig wurde auch die schwarze Überlackierung entfernt, sodass das originale, überraschend gut erhaltene Dekor wieder zum Vorschein kam.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Das NSU-Damenrad ist ein kleiner, aber feiner Zufallskauf gewesen, denn es befand sich direkt im Nachbarort bei einem zugezogenen Rennrad-Liebhaber, der dieses Rad vor ca. 20 Jahren in einer Scheune fand und es seit dem für sich aufbauen wollte.
Da daraus nichts wurde und er mehr Platz für seine Rennräder brauchte, verkaufte er es.
Nach ein wenig Politur, der Überholung der Hinterrradnabe und Aufarbeitung der original Continental-Reifen, erstrahlt dieses 1955er Damenrad in neuem Glanz.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Ein Wanderer-Tourenrad zu besitzen ist wahrscheinlich einer der größten Träume von kleinen Jungen vor dem zweiten Weltkrieg gewesen.
Nicht weniger habe ich mich daher gefreut, als ich dieses Rad nicht weit entfernt von mir entdeckt habe.
Der Preis war unwiderstehlich, der Zustand hingegen abstoßend.
Dicke, schwarze Farbe war über das komplette Rad gestrichen worden und außer Rahmen, Bandfeststeller und Steuerkopfschild war auch nichts mehr original.
Da wechselte die Stimmung schnell von Freude zu Frust. Wanderer-Teile sind ohne Kontakte in der Szene extrem schwer (oder teuer!) zu bekommen.
Nach über einem Jahr war es dann aber doch geschafft.
Eine neue Vorderradfelge (original mit Wanderer-W) war gefunden, aus Wien war ein Wanderer-Sattel geschickt worden, aus Ungarn neue Holzgriffe und der Rest über das Jahr verteilt immer wieder über ebay.
Die Kettenschaltung war bereits angebracht als ich es bekam, allerdings war davon nichtmehr viel übrig, daher freute ich mich um so mehr, als ich auf einem Flohmarkt in der Umgebung ein komplett verbasteltes Adler-Herrenrad fand bei dem nicht nur die Kettenschaltung perfekt war, sondern auch noch der Preis.
Also wurde diese montiert und das Rad glücklich an einen Herren verkauft, der beim heutigen Besitzer der Marke Wanderer, Audi, arbeitet und es als Deko an seine Wohnzimmer-Wand hängen möchte (Leute gibts...).
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Das passende Damenfahrrad zum oben genannten Wanderer Herrentourenrad war im Ursprung ein Fehlkauf.
Eigentlich brauchte ich einen 26" Ersatzteilespender für ein Wanderer von 1937, jedoch entpuppte sich dieses Rad hier nicht nur als 28"er, sondern auch noch als baujahrgleich mit dem Herrenrad.
Daher musste dieses aufgebaut werden.
Der Erhaltungszustand war deutlich besser als der des Herrenrads, es befand sich nur eine hauchdünne Überlackierung darauf, die die Linierungen leicht wieder frei gab. Sowohl Felgen als auch Schutzbleche sind original, sodass es sich leicht restaurieren ließ.
Einziges Problem: Der Hermes-Bote hatte den Lenker in einen 45-Grad-Winkel zum Boden bekommen.
Diese Biegung konnte fast ohne Spuren wieder beseitigt werden und die zerstörten Teile der Stempelbremse ersetzt, bzw. gerichtet werden.
Das Rad wurde ebenfalls mit ungarischen Holzgriffen ausgestattet und mit einem original Sattel und einem Siegfried-Scheinwerfer komplettiert.
Auch dieses Rad fand schnell einen neuen Liebhaber. Die freundliche Dame aus Bad Nauheim kaufte es spontan und nutzt es heute mit einer Holzkiste auf dem Gepäckträger ausgestattet für sommerliche Touren in Bad Nauheim und kurze Einkaufsfahrten.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Da ich ja sowieso nicht schon genug Baustellen rumstehen hatte, wurde mir von meiner Freundin entgegen ihrer normalen Einstellung zu historischen Rädern der Kauf dieses Adlers aufgeschwatzt. Also fuhr ich nach Preungesheim und kaufte diese Ruine von Fahrrad.
An sich war das Fahrrad toll:
Original Schutzbleche, Steuerkopfschild, Tretlager, Vorderrad, Kettenblatt.
Alles, was bei einem Adler wirklich wichtig ist, war dran.
ABER:
Das Fahrrad befand sich unter einer dicken Schicht Überlackierung, die sich nicht entfernen lassen wollte, hinten war ein falsches Rad drin, der Kopf des Schutzblechreiter-Adlers war abgebrochen und ansonsten war das Rad auch in keinem vernünftigen Zustand, sodass ich mich gegen den Wiederaufbau entschied und hoffte, es schnellstmöglich wieder loszuwerden. Nachdem ein Brasilianer, der Adler-Fahrräder sammelt, abgesprungen war, versuchte ich es einzutauschen.
Kurz vor dem Tausch wurde aber das Tauschobjekt verkauft, sodass der Interessent es kaufte.
Der Hermes-Bote gab dann seinen Rest dazu und so kam das Rad völlig demoliert beim Käufer an.
Dieser stellte es daraufhin ebenfalls direkt wieder bei ebay ein, wo es seit dem geblieben ist.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Diese Bastelbude ist das bereits beim Wanderer Herrenrad erwähnte Adler-Fahrrad mit Fichtel & Sachs Ketten-Dreigang-Schaltung.
Es ist ein pures Sammelsurium an Teilen gewesen, so dass nur eine Komplettausschlachtung in Frage kam.
Die ersten Teile sind bereits wieder verkauft, aus dem Rahmen wurde wieder ein neues Sammelsurium in "Halbrenner-Optik" für einen Herren aus Bornheim, bei dem ich es gegen ein weiteres schwedisches Militärfahrrad eintauschte. Der Tausch war eine klassische Win-Win-Situation:
Er hat ein neues, cooles Stadtrad, ich habe dafür ein runtergekommenes, aber hoch seltenes M/30 Militärfahrrad bekommen.
Klicke hier für weitere Bilder dieses Rades
Dieses hannoversche 20" Konfektionärsrad habe ich Anfang 2017 aus einem Gebüsch am örtlichen Bahnhof gezogen, wo dieses Rad offensichtlich "entsorgt" worden war.
Ich beschloss es wieder fahrbar zu machen und kaufte eine neue Ketten und einen DDR-Lenker. Damit ist es benutzbar und wird mit Freude von meinen kleinen Cousinen gefahren, wenn sie zu Besuch in Frankfurt sind.
Hier gibt es leider noch keine weiteren Bilder...
